Vorläufe 200 Meter Einzelsprint Strasse
Das Finale sollte eigentlich am Abend stattfinden. Doch der starke Regen machte hier der Organisation einen Strich durch den Zeitablauf. Der frisch asphaltierte Strassenkurs trocknete kaum ab und ein Start fürs Finale kann aus Sicherheitsgründen nur auf trockenem Belag stattfinden, da der Asphalt unheimlich schmierig und sturzgefährlich ist. Das Finale sollte heute am 04.08.10 um 9.00 Uhr sein und danach die Vorläufe 500 Meter stattfinden, doch es regnet schon den ganzen Morgen in strömen.
Zum Vorlauf: Matthias startete als Erster bei den Herren und hatte nach ca. 50 Meter einen Stolperer und wäre fast gestürzt. Mit seiner Zeit 16,794 Sekunden war dies für Matthias der 2. Platz hinter dem Spanier Ioseba mit 16,720 Sekunden, also nur 7 Hundertstel Sekunden schneller.
Matthias Schwierz nicht im 300 Meter Finale
Mit schlechtem Ergebnis über die 300 Meter auf der Bahn startete der Weilersbacher Matthias Schwierz in die Speedskating-Europameisterschaft. Damit landete der 26-Jährige auf dem 14. Platz und verpasste knapp das Finale.
Erstmals sind in San Benedetto bei einer EM 22 Nationen mit über 600 Sportlern am Start. Dies ist eine große logistische Herausforderung für den italienischen Verband, der die Titelkämpfe auf der Bahn und Straße schon mehrfach ausrichtete. Zunächst stand für die Sprinter die Qualifikation über die 300-Meter-Einzelsprintstrecke an, um unter die besten Zwölf für das Finale zu kommen.
Matthias Schwierz startete als erster und belegte den 14. Platz in 28.072 Sekunden hinter dem Weltmeister Wouter Hebbrecht in 27,877 Sekunden. Der Belgier und auch Matthias kamen mit der sehr schwer zu fahrenden Bahnkurs mit den sehr engen Kurven überhaupt nicht zurecht. Dies war das Aus für das am Abend stattfindende Finale.
Dass die Bahn eher vorteilhaft für Leichtgewichte ist, zeigten die Zeiten der Mitstreiter, die Bestzeit des Italieners Andrea Peruzzo lag bei 27,064 Sekunden. Bei der Deutschen Meisterschaft in Geisingen vor einem Monat zog der Weilersbacher mit 24,0252 Sekunden mit dem Weltrekord gleich. Dies zeigt wie schnell die 200 Meter Bahn in Geisingen ist und wie langsam und schwer die Bahn mit 175 Meter in San Benedetto ist. Ein Lichtblick gab es für die das deutsche Team mit dem Groß-Gerauer Etienne Ramali und dem Geraer Dennis Dressel beide erreichten mit dem 8. und 11. Platz das Finale.
Die weiteren 500 und 1000-Meter-Sprints auf der Bahn sagte Matthias Schwierz in Absprache mit dem Bundestrainer ab, da er sich voll auf den Straßenkurs konzentrieren möchte.
Vorbericht Speedskating EM auf der Bahn und Strasse
Matthias Schwierz hofft auf gute EM
Vom 28. Juli bis 7. August, ist der Doppelstädter bei der EM im Speedskating im italienischen San Benedetto del Tronto wieder für Deutschland im Einsatz
Kurz nach den Deutschen Meisterschaften in der neuen Arena in Geisingen ging es für den Maschinenbauingenieur im Privatwagen nach Italien. Dort beginnen am Mittwoch mit der Eröffnungszeremonie die Europameisterschaften auf der Bahn und auf dem Straßenkurs in San Benedetto, direkt an der Adria gelegen. In der deutschen Herren-Nationalmannschaft sind Denis Dressel Gera, Felix Rijhnen Darmstadt, Etienne und Pascal Ramali Groß-Gerau, Viktor Wilking Berlin und eben der 26-jährige Weilersbacher Matthias Schwierz vertreten.
Die Zeit ist sehr kurz, die schwierig zu fahrende 170-Meter-Bahn des EM-Austragungsorts kennen zu lernen und die Rollen zu testen. Sechs Rennen über die Strecken von 300 bis 15 000 Meter auf der Bahn und deren fünf über 200 bis 20 000 Meter auf einem Straßenkurs werden ausgetragen. Am 7. August findet zum Abschluss ein Marathon auf der Promenade in San Benedetto statt.
In jeder Disziplin dürfen pro Nation drei Speedskater eingesetzt werden, lediglich für den Marathon sind zwölf Starter pro Land erlaubt. Am ersten Wettkampftag, Donnerstag, 29. Juli, steht für den Sprintspezialisten Matthias Schwierz der Einzelsprint über 300 Meter auf der Bahn an, wo er sich vormittags für die besten Zwölf für das am Abend stattfindende Finale qualifizieren möchte. Am nächsten Wettkampftag finden vormittags Vor- und Semifinalläufe über die Sprintstrecke 500 Meter und am Abend findet das Halbfinale und anschließenden der Finallauf statt. Am Samstag, 31. Juli sind die Langstreckler dran und für den Weilersbacher gibt es ein Ruhetag, bzw. es wird dann schon der Straßenkurs getestet. Am Sonntag wiederum sind Vorläufe und Semifinalläufe sowie der Finallauf über die 1000-Meter-Mittelstrecke auf dem Wettkampfzeitplan. Hier ist sich Schwierz noch nicht sicher ob er ob er diese ungeliebte Mittelstrecke in angriff nimmt. Dies gilt auch für die am 1. August vorgesehenen Staffelläufen über 3000 Meter, dies wird vom neuen Bundestrainer Christophe Audoire entschieden.
Ruhetag ist am 2. August und wird von den Athleten für Training und Rollentests auf dem neuen Straßenkurs, der ebenfalls in San Benedetto liegt, genutzt.
Die Straßenwettbewerbe beginnen am Dienstag, 3. August, mit der Qualifikation über die 200-Meter-Einzelsprintstrecke. Die schnellsten Zwölf starten am späteren Abend im Finale gegen die Uhr. Tags darauf wird sich der VS-Sportler auf der 500-Meter- Sprintstrecke im Vorlauf und Semifinale für das Finale qualifizieren müssen.
Die langen Strecken auf dem Bahn- und Straßenkurs werden im deutschen Team von Pascal Ramali, Felix Rijhnen und Victor Wilking übernommen, somit gibt es einen weiteren Ruhetag am Donnerstag für den Weilersbacher.
Am letzten Wettkampftag am 6. August vor dem Marathon finden Vor- und Semifinalläufe über die Mittelstrecke 1000 Meter mit anschließendem Finallauf statt. Ob Matthias Schwierz an den danach stattfindenden Staffelläufen über 5000 Meter eingesetzt werden wird, auch das wird kurzfristig der Bundestrainer entscheiden. Den Marathon auf der Strandpromenade am Samstag, 7. August, wird der 26-Jährige voraussichtlich mit dem gesamten Nationalkader absolvieren. Vor der Abschlussfeier in San Benedetto will Bundestrainer Christophe Audoire die Nominierung für die Weltmeisterschaften 2010 Ende Oktober in Guarne Kolumbien bekannt geben. Matthias Schwierz hofft dabei auf eine abermalige Berufung ins deutsche Team, da dies voraussichtlich die letzte WM für Matthias sein wird, da er als Maschinenbauingenieur bei Mercedes-Benz in Sindelfingen im Dezember anfangen wird.
Internetseiten mit Ergebnissen:
http://www.driv-speedskating.de/
http://www.euroinline2010.it/






